TIER DER WOCHE

Metaphysik

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

"Gretchen: Das ist alles recht schön und gut, ungefähr sagt das der Pfarrer auch. Nur mit ein bisschen andern Worten."

J.W. Goethe, "Faust I"

Weißt du, wie viel Sterndlein stehen", heißt es in einem Kinderlied. Wir wissen es natürlich noch immer nicht, aber zumindest der Anfang der Sternentstehung wurde jetzt vom Papst abgesegnet. Denn weder die Urknall- noch die Evolutionstheorie widersprechen ab nun der katholischen Schöpfungslehre, wurde aus dem Vatikan verlautbart. Das mag den simplen Heiden nicht beeindrucken, aber für die katholische Kirche ist das ein großer Schritt. Johannes Paul II. hatte noch vor einigen Jahren Kosmologen wie dem Physiker Stephen Hawking geraten, den "Big Bang" selbst nicht zu untersuchen, denn dieser sei "Gottes Werk". Die Idee einer unbegrenzten Raumzeit des Universums deckt sich eben nicht mit der biblischen Schöpfungsvorstellung. Wortgetreue Bibelauslegung bereitet auch in anderen Bereichen der Religion Probleme: Wie viele Tiere hatte denn Noah seinerzeit


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