WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

WAS WAR

Medizinische Hilfe für Sans Papiers Hierzulande illegal als U-Boot zu leben, ohne Papiere, womöglich ohne festen Wohnsitz, ist schon im Normalfall kein Vergnügen. Wer dann noch krank wird, der weiß meist nicht, an wen er sich wenden soll. Eine Reihe engagierter Mediziner haben sich jetzt unter dem Label "Amber" zusammengetan, um Menschen ärztliche Hilfe zuteil werden zu lassen, die keine Krankenversicherung haben. Also nicht nur Illegalen, sondern auch In- und Ausländern, die legal hier leben, aber nicht versichert sind. Allgemeinmediziner, Fachärzte, sogar eine Neurologiespezialistin ordinieren in der Großen Neugasse 42 im vierten Bezirk unter dem organisatorischen Schirm der Diakonie. Anonymität und Vertraulichkeit sind garantiert, ebenso kostenfreie Überweisungen ohne Krankenschein. Kontakt: 01/587 06 56

WAS KOMMT

Beamtenvertretungswahlen Mittwoch und Donnerstag wählen die Bundesbediensteten ihre Personalvertretung. Werden die schwarzen Gewerkschafter hinter Fritz Neugebauer ihre absolute Mehrheit verteidigen können? Die ÖVP hat sich in den letzten Jahren mit ihrer Verwaltungsreform, sprich: mit dem Streichen vieler Posten, nicht gerade beliebt gemacht. In den letzten Wochen versuchte sie aber, einiges wieder gutzumachen. Die Pensionsharmonisierung trifft die Beamten nun doch nicht so hart wie normale Arbeiter und Angestellte. Und eine Gehaltserhöhung von 2,3 Prozent gibt's für die Staatsdiener im Jänner obendrein.

WAS FEHLT

Einsicht Straches Der Obmann der Wiener FPÖ, Heinz Christian Strache, hat sich nun tatsächlich mit einem Arzt duelliert. Strache ist Alter Herr der Mittelschülerburschenschaft Vandalia, und der Mediziner soll eine Rede Straches kritisiert haben. Der Fechtkampf wurde Sonntagabend in Oberösterreich ausgetragen. Verletzt wurde laut Straches Sprecher niemand: "Es hat keine Verlierer gegeben, nur zwei Gewinner." Außer den Wiener Freiheitlichen vielleicht.


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