"Immer nur ich, ich, ich"

Politik | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

GRÜNE Parteichef Alexander Van der Bellen über seinen Sanktus zu EU-Kampfeinsätzen ohne Uno-Mandat, Hans Dichands Weisheiten, die "Riesendinger" der SPÖ und seine Beziehung zu Hainburg, obwohl er gar nicht dort war. 

Als Auhirsch könnte man sich den distinguierten Herrn nur schlecht vorstellen: Als vor zwanzig Jahren aus den Protesten gegen das Kraftwerk Hainburg die Grüne Partei wuchs, war Alexander Van der Bellen noch bei der SPÖ. Heute ist der sechzigjährige Professor der bislang längstdienende Parteichef der Grünen. Dabei redet er den grünen Veteranen nicht immer nach dem Mund. Derzeit hat sich die Partei etwa in eine sensible Debatte verstrickt. Die EU will eigene Kampftruppen, so genannte Battle-Groups, aufstellen, um in Krisengebieten zu intervenieren. Im Interview vertritt Van der Bellen Positionen, die bei den traditionell pazifistischen Grünen wohl nicht ganz unumstritten sein dürften.

Falter: Es ist Montagfrüh, und Sie müssen ein Interview geben. Wie lange hat


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