Vom Fundi zu Van der Bellen

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

GRÜNE Vor zwanzig Jahren rauften sich die Aubesetzer von Hainburg zur Grünen Partei zusammen. Seither blieben nicht nur einige politische Leichen, sondern auch viele Dogmen auf der Strecke. 

Am Anfang stand ein Zusammenbruch. Die kleine, aber zerstrittene Grünbewegung war wieder einmal dabei, sich zu einigen. Brave Naturschützer und marxistische Gewerkschafter, zottelige Alternative und gealterte Achtundsechziger brüllten sich wie gewohnt nieder. Plötzlich klappte Freda Meissner-Blau zusammen. Als Sanitäter die Grande Dame der Umweltaktivisten abtransportierten, riefen manche ihrer Feinde: "Soll sie doch krepieren, is' eh nicht schad' um sie!"

  Szenen aus der Gründerzeit der Grünen. Vor zwanzig Jahren hatten Naturschützer die Hainburger Au gegen brutale Kieberer und rabiate Gewerkschafter verteidigt, die dort ein neues Wasserkraftwerk durchdrücken wollten. Als die prügelnden Polizisten dann abgezogen waren, schenkten sich die Ökos ausgiebig selber ein. Doch kaum zu glauben,


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