"Tanz ums goldene Kalb"

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

NS-AUFARBEITUNG Brigitte Bailer-Galanda, neue Leiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, über das anstehende Gedenkjahr, das Verhältnis zur FPÖ und die Verzögerung der Entschädigungszahlungen an NS-Opfer. 

Zur Beförderung kam nicht nur Gratulationspost, unter dem Stapel an Briefen befand sich auch die eine oder andere Hasstirade: Seit 1. Dezember leitet Brigitte Bailer-Galanda das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), das Ewiggestrigen ein Dorn im Auge ist. Der langjährige Chef Wolfgang Neugebauer ging in Pension.

  Der Verein hat sich mit seinen Studien über die NS-Zeit große Verdienste erworben. So wurden in den letzten Jahren 62.000 Holocaust-Opfer namentlich erfasst, 12.000 Gestapo-Akten ausgewertet, die NS-Strafjustiz aufgearbeitet. Weil das DÖW auch rechtsextreme Kontakte von Politikern akribisch dokumentiert, zogen bis vor kurzem auch Freiheitliche über den Verein her. Mit dem Regierungseintritt der Blauen deckten


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