Der lange Marsch

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

KPÖ Die Stalinisten sägen an seinem Sessel und die Punks beißen ihn ins Wadl. Trotzdem hat Walter Baier nach zehn Jahren noch immer nicht genug und will weiter Vorsitzender der KPÖ bleiben. Warum tut der Mann sich das an? 

Der Staatspolizei ist Walter Baier schon lange suspekt. 1960, er war gerade sechs, verpassten die Staatsschützer ihm seinen ersten Aktenvermerk. Denn der Taferlklassler urlaubte damals im Sommerlager des KPÖ-nahen "Kinderland - Junge Garde".

  Den Punks war Baier bisher egal. Jetzt lauern auch sie dem mittlerweile 51-Jährigen auf. Weil er das besetzte "Ernst-Kirchweger-Haus" (EKH) in Favoriten verkauft hatte, passten ihn zwei Bunthaarige unlängst vor der Haustür ab und bissen ihn ins Wadl. "Wir haben Walter B. zum Fressen gern", nennt sich das Video der Sponti-Aktion, das im Internet kursiert. Und vor einer Woche knallten Baier dann auch noch "solidarische Zuckerbäcker" eine Torte ins Gesicht.

  Harte Zeiten für den KPÖ-Vorsitzenden. In Linz, wo er vor

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