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Politik | WOLFGANG LUEF | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

TÜRKEI Verhör ohne Folter: Österreichische Polizisten geben ihren türkischen Kollegen Nachhilfe in Sachen Menschenrechte. Keine leichte Übung. 

Das polizeiliche Vernehmungszimmer der Antiterroreinheit in Izmir ist eine Gummizelle. Zwei Stühle und ein Tisch bilden das Mobiliar, die Wände sind mit weichen Belägen ausgepolstert. Die Begründung der Behörden: Mutmaßliche Terroristen sollen sich während der Vernehmung nicht selbst verletzen können. Auch die örtliche Staatsanwaltschaft wiegelt ab: Erstens gäbe es kein Gesetz, das gepolsterte Wände verbietet, zweitens gäbe es in Izmir seitens der Polizei ganz sicher keine Misshandlungen von Gefangenen.

  Solche Erfahrungen mussten Karl-Heinz Grundböck, stellvertretender Bezirksgendarmeriekommandant in St. Pölten, und Wolf Szymanski, ehemaliger Leiter der Asylbehörde im Innenministerium, in letzter Zeit öfters machen. Die beiden arbeiten im Auftrag des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Menschenrechte an einem so genannten Twinning-Projekt


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