Big Daddy Cool

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

THEATER Eher miau: Andrea Breth inszeniert "Die Katze auf dem heißen Blechdach" im Burgtheater.  Fast dreieinhalb Stunden lang.

Dreieinhalb Stunden Tennessee Williams! Meinen die das ernst? Was für eine Frage: Wenn Andrea Breth etwas inszeniert, dann meint sie das immer ziemlich ernst. Das gilt natürlich auch für ihre Inszenierung der "Katze auf dem heißen Blechdach" im Burgtheater.

  In dem 1955 uraufgeführten Stück vom amerikanischen Ibsen-Nachfolger Tennessee Williams kommen drei Paare (samt diversen Lebenslügen) an einem Tag unter einem Dach zusammen: der unheilbar an Krebs erkrankte Herr des Hauses, genannt Big Daddy, seine ebenso unheilbar mit ihm verheiratete Frau Big Mama, ihre beiden Söhne Gooper und Brick, sowie deren Gattinnen Mae und Margaret. Im Zentrum des Dramas steht die Ehe von Brick und Margaret, die noch kinderlos ist, weil der zumindest kryptoschwule Brick die ehelichen Pflichten verweigert; der ganze erste Akt ist dem aussichtslosen Versuch Margarets gewidmet,


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