STREIFENWEISE

Kultur | DREHLI ROBNIK, KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

Der eine Kandidat hält defensive Reden, während seine Frau am Buffet mit dem Wahlvolk smalltalkt; der andere verwandelt Auftritte in Autogrammstunden, droht mit dem Besen und verweigert Interviews. In ihrer Doku "How Arnold Won the West" zeigt Alex Cooke, wie der demokratische Gouverneur Kaliforniens 2003 in Schwarzeneggers polterndem Abberufungswahlkampf untergeht. Auf dem Weltmarkt für Dokus, die über Amerika den Kopf schütteln, ist der von der BBC koproduzierte Film ein konzeptuelles Leichtgewicht: Der Wahlkampf samt Juxkandidaturen von Pornostarlets und Clowns wird in solider Breite verfolgt, seine Demokratieschädlichkeit erwartungsgemäß skeptisch kommentiert. Nur selten aber entsteht ein Bild, das Medienpopulismus sichtbar und - jenseits der Einsicht, dass das alles irrsinnig ist - erkennbar macht.

  In "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns" setzt die Titelheldin ihren Alltag aus Paarungstrieb, Selbstzweifel und Danebensein fort. Wie Arnold stellt auch sie mit aller Leibesfülle


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige