Komische Vögel

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

LITERATUR In "Rabenbraten" bleibt Monika Wogrolly ihren Obsessionen treu: Frauen, die an die falschen Männer geraten und viel Geld für Therapie ausgeben. 

Was soll man von einer Frau halten, die im Begriff ist, zu ihrem Mann nach Italien zu übersiedeln, es sich kurzerhand aber anders überlegt, weil sie einen verletzten Vogel auf der Straße findet und zudem nicht sicher ist, ob sie nicht gerade ihren letzten One-Night-Stand ermordet hat? Wer glaubt, Ersteres sei ein Fall für den Tierarzt, Zweiteres der Anfang eines spannenden Krimis, wird gleichermaßen enttäuscht. "Rabenbraten", Monika Wogrollys jüngster Roman, pendelt zwischen Analysesitzungen, in denen es zu klären gilt, ob der Mord wirklich passiert ist, und in denen die Protagonistin ihren etwas verqueren Liebesanspruch formuliert, abgefahrenen "Flügelträumen", die ein gelungenes Fressen für jeden Therapeuten sind, diversen realen Beziehungskonstellationen (zwischen dem Ehemann, einem Arzt, dem behandelnden Psychiater und


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