OHREN AUF! Mali Blues

KLAUS TASCHWER | Kultur | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

Nicht nur die Wiege der Menschheit steht irgendwo im Osten Afrikas. Auch all das, was man Blues, Jazz, Soul, Rock, Funk oder sonst wie nennt, hat letztlich seine Wurzeln in der traditionellen Musik des so genannten schwarzen Kontinents - auch wenn die ihrerseits längst schon wieder von der Popularmusik des Nordens und ihrer Werkzeuge (Stichwort Stromgitarre) affiziert ist. Eines der wunderbarsten Beispiele für diesen Synkretismus ist die Band Tinariwen, die aus nicht ganz unmilitanten Tuareg-Flüchtlingen aus Libyen und Mali besteht und in Großbritannien zu den "Rolling Stones der Sahara" und gar zur besten Gitarrenband überhaupt erklärt wurde. Den Durchbruch schafften die wilden Wüstensöhne vor drei Jahren mit den nun auch hier erhältlichen "Radio Tisdas Sessions" (Wrasse/harmonia mundi), einer mitreißenden Mischung aus klagenden Call-and-Response-Gesängen und erdigem Gitarren-Groove.

Wie dieser authentische Blues der blauen Männer (so nennt man die Tuareg aufgrund ihrer Hautfarbe)

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige