Picassos schiefe Nasen

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

KUNST In der Secession läuft eine Ausstellung mit neuen Bildern des Malers Albert Oehlen. Im Interview erklärt der deutsche Künstler, wie gut Wien, wie böse der Surrealismus und was schlechte Malerei ist. 

Der aus Krefeld stammende Maler Albert Oehlen, 50, ist einer der wichtigen deutschen Maler der Gegenwart. Er ist nicht so klassisch wie Gerhard Richter, nicht so feudal wie Georg Baselitz und nicht so hip wie Jonathan Meese, mit dem er neuerdings zusammenarbeitet. In der Liga schätzenswerter Malerei spielt Oehlen seiner großen formalen Bandbreite und seiner intelligenten Bezugnahme auf die Malereigeschichte wegen so weit vorn mit. Seine Karriere begann vor etwa zwanzig Jahren, als er mit seinem Bruder Markus, Werner Büttner und Martin Kippenberger zu der Hamburger Fraktion der damals explodierenden spontanen Malerei gehörte, die akademische Dogmen auf humorvolle Weise attackierte und auf ein Medium zurückgriff, das gerade eben für tot erklärt wurde. Mit Büttner gründete


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