KUNST KURZ

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

Mit dem von CeaucÛscu erbauten "Palast des Volkes" befindet sich im armen Bukarest eines der größten Gebäude der Welt. Die Ausstellung "formate / moving patterns. Bukarest ca. 2004" (bis 10.12.) im Kunsthalle project space kreist um diesen wahnwitzigen Staatstempel, in dem jüngst ein Museum für moderne Kunst eröffnet wurde. Diesen Mai fanden in Bukarest "Wien-Tage" statt und im Gegenzug ist nun bei uns rumänische Kunst zu sehen. In der von Georg Schöllhammer und Hedwig Saxenhuber kuratierten Schau fungiert Architektur anschaulich als Metapher für gesellschaftliche Zustände und Machtstrukturen. Surreale Motive sorgen dabei für Auflockerung. Märchenhafte Interieurs und Größenfantasien zeigt schon ein Videorundgang mit zwei Fremdenführern durch den CeaucÛscu-Palast. Der Künstler Calin Dan schleppt in "Sample City" eine Tür auf dem Rücken durch heruntergekommene Stadtlandschaften. Wie am Ende des Videos zu erfahren ist, handelt es sich aber nicht um die rumänische Hauptstadt,

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