Punsch und Plunder

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 49/04 vom 01.12.2004

ADVENT Die Weihnachtsmärkte üben wieder eine große Anziehungskraft auf Punschnasen und Christkindlverehrer aus. 

Nein, am Nachmittag, noch dazu an einem Tag mit Schmuddelwetter, sollte man nicht auf den Wiener Christkindlmarkt gehen. Nicht, dass vorm Rathaus nichts los wäre, doch bei Tageslicht betrachtet sieht der ganze Adventzauber dort ziemlich traurig aus. Als "Mittagsmenü" gibt's um vier Euro Bratwürstl mit Pommes frites, in den Hütten macht das Verkaufspersonal Schlechte-Laune-Gesichter. Doch an den Punschständen frösteln trotzdem schon die ersten Punschnasen, Häferln voll "Turbopunsch" in den Händen und grölen ein bisschen. Das Christkind selbst tritt erst um 15 Uhr seinen Dienst an. Ein Foto mit der blond gelockten jungen Dame gibt's ab zehn Euro - und für den guten Zweck.

  Am Abend aber, wenn im Rathauspark die Herzerlgirlanden an den Bäumen leuchten, es aus den Buden strahlt und die tausend Lämpchen am niederösterreichischen Christbaum brennen, dann hat das


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