Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

Es gibt Augenblicke, in denen man dem ganzen pickerten Adventgetue glatt was abgewinnen könnte und sich fragt: Vielleicht ist doch was dran? So begab es sich in diesen Tagen zum Beispiel, dass der Herausgeber des weitestverbreiteten Kleinformates des Landes eine seiner Kolumnen mit den Worten begann: "Im ,Falter' erschien ein Interview mit dem Parteichef der Grünen, Alexander Van der Bellen, über seinen Sanktus zu EU-Kampfeinsätzen." Das ist zum einen faktengetreu wiedergegeben (im Falter erschien tatsächlich ein Van-der-Bellen-Interview), allerdings noch viel erstaunlicher, weil der Autor, der in dieser Kolumne auch noch sein Pseudo-Pseudonym "preisgab" - er unterzeichnete mit "Hans Dichand (Cato)" - den Falter nicht etwa als linksradikale Stadtpostille bezeichnete, sondern original und gradheraus als "Falter" - und zwar gleich drei Mal! Was das zu bedeuten hat? Wer vermöchte das in diesen Tagen schon sagen?!

Einen Trend zu galoppierender Warmherzigkeit und Freigibigkeit soll man


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