Die nächste Tafelrunde

NINA WEISSENSTEINER | Politik | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

ORTSTAFELN Drei Jahre nach dem Spruch des Verfassungsgerichtshofes steht noch immer kein zusätzliches zweisprachiges Schild in Kärnten. Nun beschäftigen die Slowenen erneut das Höchstgericht. 

Der Mann ist mittlerweile ein richtiger Gendarmenschreck. Wenn Rudi Vouk in seinem schwarzen Peugeot zu schnell durch die Nester Südkärntens braust, drückt der eine oder andere Ordnungshüter lieber ein Auge zu, anstatt Kuli und Strafzettel zu zücken. So wie unlängst in St. Kanzian: Nachdem Vouk an der Ortsausfahrt von einem Beamten angehalten worden war, verlangte dieser zunächst mit strenger Miene den Führerschein des Temposünders. Doch dann ließ der Gendarm das rosa Papier lächelnd sinken: "Fahren S' weiter, Herr Vouk", meinte der Kieberer verständnisvoll, "Sie haben S' doch sicher eilig, ihre Kinder zur Schule zu bringen."

  Wieder nix. Rudi Vouk, Anwalt, slowenischstämmiger Kärntner und stellvertretender Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, ist wohl der Einzige zwischen

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