"Lassts mich im Kraut"

GERALD JOHN | Politik | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

SPÖ Erfolgreich, populär, sattelfest: Bürgermeister Michael Häupl wäre der logische Kanzlerkandidat für die Sozialdemokraten. Warum bloß will er nicht? 

Die Genossen ließen es einfach läuten. Immer wieder riefen Kollegen aus den oberen Etagen an, doch im ersten Stock hob niemand ab. Es war ein echter Boykott, den einige Funktionäre im roten Parteiquartier in der Löwelstraße aufzogen. Die Wiener Sozialdemokraten waren auf ihre Gesinnungsbrüder aus der Bundeszentrale so sauer, dass sie Anrufe von "oben" einfach nicht mehr entgegennahmen.

  Die Stimmung war gekippt, als sich die Parteiführer von Bund und Wien bei den Finanzverhandlungen mit der Regierung im Oktober überworfen hatten. Mittlerweile telefonieren die Roten zwar wieder miteinander, doch die Wiener sind von neuem "haaß". Bürgermeister Michael Häupl regt auf, dass sich SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer auf den Parteitag vor einer Woche, den wichtigsten seiner Karriere, nicht ordentlich vorbereitet habe - und bei seiner

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