Danke, Pisa!

Politik | CHRISTOPH CHORHERR | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

KOMMENTAR Das Wichtigste ist geschafft: Alle erkennen, dass sich in der Schule etwas ändern muss. Sieben Vorschläge, wohin die Reise gehen sollte. 

Das wahrscheinlich Wichtigste ist erreicht: Problembewusstsein ist dank Pisa geschaffen. Grundlegendes muss sich an unseren Schulen ändern. Wer die internationale Bildungsdebatte der letzten Jahre verfolgt hat, kann auch ziemlich präzise die Richtung abstecken, wohin die grundlegenden Veränderungen gehen müssen.

  Erstens: Vorrangig muss die Erkenntnis sein, dass durch unsere Schulen vor allem jene verlieren, die durch die soziale Stellung der Eltern ohnehin einen Startnachteil haben. Anstatt gesellschaftliche Nachteile auszugleichen, werden sie im Schulsystem verstärkt. Im Irrglauben, dass Chancengerechtigkeit und Leistungsorientierung Gegensätze seien, wird absurd früh, das heißt bereits bei Zehnjährigen, geteilt: die "Begabten" in die AHS, die "weniger Begabten" in die Hauptschule.

  Eine gemeinsame Schule aller unter 15-Jährigen,


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