Schleichende Radikalisierung

Politik | WALTER POSCH | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

ISLAMISMUS Die Prediger des Terrorismus fassen in den muslimischen Gemeinden Europas Fuß. Der Staat muss die Grenzen der Toleranz aufzeigen, sich aber auch eingestehen, dass er für die fehlende Integration der Muslime mitverantwortlich ist. 

Das Wirtschaftswunder der Sechzigerjahre bescherte vielen europäischen Staaten ein bis dahin unbekanntes Phänomen: die Entstehung islamischer Gemeinden, die ihre "Moscheen" in den Hinterhöfen vernachlässigter Stadtviertel eröffneten. Muslime vom indischen Subkontinent und aus Nordafrika wanderten in die ehemaligen kolonialen Mutterländer England und Frankreich ein, während Türken für die Wirtschaft Deutschlands und seiner Nachbarländer rekrutiert wurden. Die Sechziger- und Siebzigerjahre hindurch fiel der Islam nicht auf, wer in Österreich wollte, konnte die Muslime einfach ignorieren. Das Image des Muslims entsprach eher jenem des reichen Scheichs aus Arabien, der wüste Partys feiert. Auch der damalige palästinensische Terrorismus wurde


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