WIENZEUG

Politik | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

Freispruch für Todesschuss Ein Polizist erschießt einen psychisch auffälligen Mann, weil dieser ihn mit einer Perrier-Flasche bedroht. Nach drei Prozesstagen hat Strafrichterin Sonja Häupler-Salat ihr Urteil gefällt: Freispruch für den Beamten wegen Notwehr. Die Richterin ortete - wieder einmal - Ausbildungsmängel im Umgang mit Waffen. Letztlich folgte sie jedoch einem Gutachter, der den Polizisten in Schutz nahm, "weil er es nicht anders gelernt hat, als auf den Bauch zu zielen". Das Ungewöhnliche daran: Der angeblich unabhängige Gutachter arbeitet hauptberuflich fürs Innenministerium und ist dort für die Schießausbildung verantwortlich (der Falter berichtete mehrmals). Die Verwandten des Erschossenen wollen das Urteil ebenso wenig hinnehmen wie die Staatsanwaltschaft und legten Berufung ein. Sie behaupten (so wie der zweite Gutachter in dem Prozess), dass auch ein Schuss auf die Beine ausgereicht hätte.

Samtene Revolution Als vor 15 Jahren das kommunistische Regime in der

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