"Flut des Flachsinns"

Medien | GERHARD STÖGER | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

MUSIKINDUSTRIE Tim Renner, Ex-Chef des deutschen Musikkonzerns Universal, über vorbeiplätschernde Musik, das Radio als Schallplattenhändler, jugendliche Großväter und die Krise der Musikindustrie, die er als Chance begreift. 

Tim Renner galt lange Zeit als popstarähnliche und scheinbar unfehlbare Lichtgestalt unter Deutschlands Musikmanagern. 1986 begann der Hamburger Musikfreak 21-jährig als Mitarbeiter der Plattenfirma Polydor; eineinhalb Dekaden, diverse Firmenfusionen und den Aufbau so unterschiedlicher Bands wie Rammstein und Element Of Crime später leitete er Universal, die größte Plattenfirma des Landes. Weil er sich gegen die kurzfristigen Gewinnmaximierungskonzepte der internationalen Konzernpolitik sträubte, endete Anfang 2004 seine Universal-Karriere. Im kürzlich erschienenen Buch "Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm!" verarbeitet Renner seine Erfahrungen mit der Musikindustrie; als Chef der Firma Motor Music bleibt er der Branche weiterhin erhalten.

Falter:


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