INTERVIEW

"Labels sind fürchterlich"

Kultur | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

Zwischen einer Antwort und der nächsten löffelt Francesca Habsburg eine Pilzsuppe. Sie möchte das Interview auf Englisch führen, rasch, denn sie muss in einer halben Stunde die Kinder aus der Schule abholen. Vor drei Wochen war sie im Gartenbaukino bei einem Konzert der amerikanischen Rockband Melvins gesehen worden, die live den Soundtrack zu Filmen des US-Künstlers Cameron Jamie einspielten. Es waren Dokumentationen "böser" Rituale der Populärkultur, etwa den Gasteiner Krampusumzügen oder dem Amateur-Catchen in amerikanischen Vorstädten.

Falter: Wie haben Ihnen die Melvins und die Filme gefallen?

Francesca Habsburg: Der erste Teil mit dem Krampus war sehr interessant. Man sieht, wie aus einem Mythos eine Routine wird und wie Gewalt als Teil unserer Gesellschaft in einen Faschingsumzug verkehrt werden kann. In den nächsten Stücken ging diese Kraft verloren, weil zu große Verallgemeinerungen dabei herauskamen. Die Musik hat mir sehr gefallen. Ohne die wären die Filme ziemlich


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