Da rollt der Rubens

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

KUNST Peter Paul Rubens erlebt international unerwartete Nachfrage. Das Projekt "Rubens in Wien" wirft einen Spot auf die hiesigen Sammlungsbestände. 

Warum, zum Teufel, nicht auch wir?!", dürfte sich Wilfried Seipel, Direktor des Kunsthistorischen Museums (KHM), oder Johann Kräftner, Direktor des Liechtenstein Museums, angesichts der diesjährigen Rubens-Ausstellungen in Lille, Antwerpen, Genua, Braunschweig, Kassel und der Wiener Albertina gedacht haben. Die Idee zu "Rubens in Wien" reklamieren beide Museumsleiter für sich. Einen Anlass für das Ausstellungsprojekt, an dem auch die Gemäldegalerie am Schillerplatz beteiligt ist, können sie ebenso wenig vorweisen wie ihre Kollegen. Beim Gang durch die drei Ausstellungen entpuppt sich "Rubens in Wien" denn auch als Marketinggag: Der Großteil der Exponate stammt aus der permanenten Sammlungspräsentation.

  Man muss hinter der aktuellen Konjunktur des Hofmalers Rubens nicht gleich den neobarocken Zeitgeist wittern, aber natürlich


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