Barbapapa goes Bond

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

FILM Familienkino im umfassenden und allerbesten Sinne: "The Incredibles" retten die Welt. 

Das Dasein eines Superhelden ist, das wissen wir aus Filmen wie "Spiderman", in erster Linie eine Bürde: Wer über außerordentliche Kräfte verfügt, hat die Pflicht, sie in den Dienst des Gemeinwesens zu stellen, auch wenn seine Neigung eher in Richtung Fernsehabend mit anschließendem Geschlechtsverkehr geht.

  Was aber, wenn die Öffentlichkeit ihrer Retter überdrüssig wird? Der Prolog zu "The Incredibles" ("Die Unglaublichen") setzt genau an diesem Punkt ein: Nachdem Mr. Incredible (Typ: Patrick Ortlieb mit Grips) in einem Crescendo an Rettung-in-letzter-Minute-Einsätzen eine Katze vom Baum gebeutelt, einen flüchtigen Verbrecher gestellt, einen Selbstmörder gerettet, einen Bombenleger entschärft und den Absturz einer proppenvollen Übergrundbahn verhindert hat, hagelt es - wir befinden uns in den Vereinigten Staaten! - Klagen wegen Verhinderns von Freitod und anderen Folgen des Überlebens

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