Heimat, fremde Heimat

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

THEATER Eine diplomatische Meisterleistung: die Dokumentartheaterperformance "Schwarzenbergplatz" von Rimini Protokoll im Kasino. 

Die Welt ist alles, was der Fall ist. Theater ist alles, was auf der Bühne ist. Auch wenn dort ausnahmsweise "echte" Menschen anstelle von Schauspielern agieren, werden diese auf wundersame Weise zu Darstellern. Zauberei? Nein, nur Regie: In den Themenabenden, die das deutsch-schweizerische Team Rimini Protokoll (Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel) mit "Spezialisten" statt Schauspielern inszeniert, wird die Wirklichkeit in eine theatrale Form gebracht.

  Ein knappes Jahr nach der Sterbe-Performance "Deadline" (Falter 5/04) sind Rimini Protokoll wieder in der Stadt. Im Auftrag des Burgtheaters haben sie unter dem nahe liegenden Titel "Schwarzenbergplatz" ein Stück zu dem vom Theater eher vernachlässigten Thema Diplomatie erarbeitet. Auf der schlicht gestalteten Bühne stehen neun Damen und Herren, die vom Thema direkt oder indirekt betroffen sind.


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