KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

Nicht nur die Rubens-Schau (siehe Seite 64) fördert derzeit Schätze aus der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste zutage. Auch die gelungene Ausstellung "Selbstbild" (bis 20.2.) lohnt den Besuch des versteckten Museums. Dabei zeigt die Schau nicht nur, wie sich Künstler im Spiegel sahen, sondern steckt vielfältige Inszenierungen ab. Zu Beginn steht ein komplexes Atelierbild von 1746, in dem Pierre Subleyras seine wichtigsten Werke en miniature an die Werkstattwände und sich selbst in verschiedenen Lebensaltern dazumalt. Rund hundert Selbstdarstellungen in unterschiedlichen Rollen und Kostümen hat Rembrandt hinterlassen. In einem späten Gemälde gibt sich der Niederländer mit verschatteter Augenpartie und Goldschmuck einen zwielichtigen Touch. Die italienische Adelstochter Sofonisba Anguissola (geb. 1535) hält sich als züchtige 19-Jährige fest, während die Deutsche Anna Dorothea Lisiewska-Therbusch 1765 als selbstbewusste Hofmalerin auftritt. Mehrere Stillleben der


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