STADTRAND

Es bleibe Licht!

Stadtleben | aus FALTER 50/04 vom 09.12.2004

Gehen wir einmal davon aus, dass die ganzen Glühlampengirlanden, Lichterketten und -motive, die illuminierten Nadelbäume und Fenster überall in der Stadt zwar stromfressende Ungeheuer sind, die eigentlich kein Mensch braucht, die halt aber doch irgendwie zum Advent dazugehören. Zum Glück verschwindet der Krempel bald wieder. Gut, dass sich Lichtdesigner und -künstler manchmal was wirklich Tolles einfallen lassen. So wie James Turrell, der das Mak seit ein paar Tagen neu erstrahlen lässt. Das Ring-Museum wird nämlich nächtens nicht mehr von außen beleuchtet, sondern es leuchtet aus den Fenstern heraus. Siegrun Appelt hat den Hof des MuseumsQuartiers zum Fußballstadion gemacht - und zwar mit einer mächtigen Flutlichtanlage, die dort ein Jahr lang 68.719.476.736 unterschiedliche Beleuchtungssequenzen spielt. Tausende Lampen sorgen ab sofort und nicht nur zur Weihnachtszeit auf der Thaliastraße für Licht, der Schwarzenbergplatz wurde zur Landebahn, und in den Büros im Raiffeisenhaus am Donaukanal macht nachts ein Computer die Lampen an und aus. Irgendwie unnötig. Aber doch auch schön. C. W.


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