Schüssels Schanti

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

ÖVP Innerhalb von vier Wochen schaffte es Günther Platter vom unscheinbaren Regierungsmitglied zum schwarzen Superminister auf Zeit. Wie kommt der Tiroler dazu? 

Die vier zotteligen Typen führen nicht gerade eine feine Klinge. Der Schlagzeuger holzt, der Bass wummert. Am wüstesten legt aber der Gitarrist los. Gnadenlos drischt er in die Seiten und schreit sich die Seele aus dem Leib, als gäbe es kein Morgen. Den "Nile Song", ein Hadern von Pink Floyd, kreischt der wild gewordene Teenie ins Mikro.

  Nach seinem Vorbild Mick Jagger klang das nicht unbedingt. Aber immerhin jammte Günther Platter bei Satisfaction of Night, einer der ersten Rockbands überhaupt, die sich Anfang der Siebziger im katholischen Tiroler Oberland auf die Bühnen traute. "Richtige Revoluzzer waren wir aber eh nicht", erzählt Bandkollege Hermann Delago, "sondern brave Buben, die ins Dorfcafé auf eine Erdbeermilch gegangen sind." Hippies & Hasch seien im heiligen Land mit etwas Verspätung zwar auch in Mode


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