Das war Ernst

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

ABSCHIED Als "Lehrling der Caritas" hatte er begonnen, als "Lehrling Haiders" trat Ernst Strasser ab. Der schnelle Abgang und die Selbstinszenierungen eines Ministers, der sich in die Macht verliebte und sie hin und wieder auch missbrauchte. 

"Die Blume blüht,

welkt ab und dorrt,

Dann treibt sie neu,

so geht es fort."

Franz Stelzhammer,

zitiert auf Ernst Strassers Homepage

Warum er sich bei der Presse, aber nicht mehr beim Nationalrat verabschieden wollte? Es war, sagt ein Sprecher, "terminlich unmöglich". Außerdem hatte der vom Rücktritt überraschte Wolfgang Schüssel die Angelobung des neuen, vorläufigen Innenministers schon für den nächsten Morgen angesetzt. Also stopfte Ernst Strasser ganz schnell seine Habseligkeiten in ein paar Kartons, um - wie er es nennt - "in die Privatwirtschaft zurückzukehren". Eigentlich wollte der Berufspolitiker (er diente nur knapp zwei Jahre bei einer Amstettener Firma) ja noch ein Weilchen im Amt bleiben.

  Schnell weggepackt also all die Requisiten


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