Die Buh-Frau

EVA WEISSENBERGER | Politik | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

SPÖ Doris Bures hat in Teilen ihrer Partei eine schlechte Nachrede und daher immer wieder auch eine schlechte Presse. Ist sie wirklich so schrecklich? Oder macht sich eine gute Bundesgeschäftsführerin eben zwangsläufig unbeliebt? 

Pippi Langstrumpf brachte Doris Bures zur SPÖ. Damit die Mutter zu Weihnachten ungestört den Christbaum aufputzen konnte, wurde den Kindern in der Sektion Siebenhirten die Zeit mit Filmen vertrieben. Andere Möglichkeiten, Volksschüler unterhalten zu lassen, gab es in den späten Sechzigerjahren am südlichen Rand von Wien noch nicht. Auch sonst hatte die Gegend wenig zu bieten.

  Doris Bures, ihre drei älteren Schwestern und zwei jüngeren Brüder, wuchsen in einem Gemeindebau in der Baslergasse auf, dort, wo heute die U6 endet - damals alles andere als eine noble Adresse. Der Vater, ein Werkzeugmacher, war gegangen, die Mutter brachte die Familie als Krankenschwester durch. Daher musste Doris ab der Tafelklasse nachmittags in den Hort, während zwei

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