"Monteverdi is heavy shit"

ROBERT TRIENDL | Kultur | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

MUSIK Seit mehr als drei Jahrzehnten pendelt der New Yorker Pianist Richie Beirach zwischen Jazz und klassischer Musik. Demnächst gastiert er für ein dreitägiges Porträt im Wiener Porgy & Bess. 

Unzählige Gigs in verrauchten Clubs, ein dauerndes Wanderleben, billige Hotels und schlechte Gagen - zumindest bis in die Sechzigerjahre hinein bedeutete eine Existenz als erfolgreicher Jazzmusiker kein leichtes Leben. Heutzutage werden von einem Jazzmusiker akademische Qualifikationen verlangt, und eine Professur mit gesicherter Pension gehört längst zum Karriereprofil. Der 1947 in Brooklyn geborene Richie Beirach kennt das Wanderleben ebenso wie das wohl bestallte Dasein als Universitätslehrer.

  Der Pianist, der viele Jahre an der New Yorker Free School unterrichtete und heute an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Leipzig lehrt, hält indes wenig vom akademischen Fach Jazz und ist zumindest im Herzen Straßenmusiker geblieben. Ein Image, das er auch pflegt: "Monteverdi",

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