Czernowitz für Touristen

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

FILM Volker Koepps "Dieses Jahr in Czernowitz" beschreibt die Faszination, die von Geschichte und Kultur der heute ukrainischen Stadt ausgeht. 

Volker Koepp, heute wohl der bekannteste Dokumentarfilmer aus dem ehemaligen Osten, hält den Schauplätzen und Menschen seiner Filme die Treue. Er besucht sie gern wieder; die Arbeiterinnen der Trikotagefabrik von Wittstock hat er von der Eröffnung des Werks bis zu seiner Schließung begleitet, und auch in Czernowitz hat Koepp vor Jahren schon einmal gedreht. Doch während "Herr Zwilling und Frau Zuckermann" (1998) sich in der traditionellen Hauptstadt der Bukowina auf die Spurensuche nach den letzten Mitgliedern der alten jüdischen Gemeinde macht, schlägt der Filmemacher jetzt die entgegengesetzte Richtung ein: "Dieses Jahr in Czernowitz" beschreibt den Blick von außen, die ungeheure Faszination, die von Geschichte und Kultur dieser einst mehrsprachigen und musischen Stadt noch immer ausgeht.

  Czernowitz hat fast alle Schrecken des 20.


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