Pfeifen aus dem letzten Loch

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

FILM Charlie Chaplins "The Gold Rush" und "City Lights" kommen wieder ins Kino: zwei ganz große Filme über ganz kleine Existenzen, die für alles offen sind. 

And so it was: a happy ending." Die Worte betonen, wie glücklich sich alles fügt am Ende von "The Gold Rush": Als die Saloontänzerin und der in sie verliebte Tramp einander wiedersehen, gibt er sich ihr als der Millionär zu erkennen, zu dem ein Goldfund ihn gemacht hat. So kommen sie zusammen. Indem jedoch die Off-Stimme dem Bild die Bekräftigung eines Happy Ends hinzufügt, weckt sie schlafende Hunde. Sie nährt den Verdacht, das Glück könnte bloße Konvention oder Illusion sein, weil der Lauf der Dinge im Leben, genau betrachtet, nicht zum Happy End führt.

  Die Bekräftigung, die das Goldgräberglück untergräbt, spricht Charlie Chaplin selbst: Der Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller (einmal mehr in der Rolle des Tramps, die er zum vollbeweglichen Logo für vogelfreie Existenz stilisiert hatte)


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