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Kultur | K. CERNY / C. FASTNER | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

Die wirklich interessanten Inszenierungen und Intrigen finden im Theater in der Josefstadt in letzter Zeit selten auf der Bühne statt. Auch über "Kampl", ein spätes Stück von Johann Nestroy, das Heiratspolitik mit Kapitalismuskritik zusammendenkt, gibt es künstlerisch nicht viel zu sagen. Altmodisches Papptheater, das auf Publikumslieblinge setzt. Als Regisseur bleibt Schauspieler Herbert Föttinger weitgehend unsichtbar. Der Möchtegerndirektor der Josefstadt lässt seine Chefs einfach machen und signalisiert, dass unter ihm wohl nicht viel Neues zu erwarten sein dürfte. Zur Bewerbung schickt er Beruhigungstheater: Helmuth Lohner (Nochdirektor) hat sein Publikum souverän und nicht uncharmant in der Hand, Otto Schenk (Exdirektor) gibt den wehleidigen Drückeberger. Mit dabei bei der Josefstadt-Family sind jetzt auch die Kinder der Stars: Therese Lohner, Martin Muliar, Daniel Serafin. Bei so viel Sinn für family values und ungebrochene Tradition würde Herbert Föttinger sicher auch


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