RECHTSSTREIT TIERSCHUTZHAUS

Ein Heim für Rosi und Hiasl

Stadtleben | aus FALTER 51/04 vom 15.12.2004

Vierzehn alte Pferde, ein sibirischer Tiger, zwei Schimpansen, ein Alligator, zwei Nasenbären. Lucie Loubés 115 Mitarbeiter versorgen nicht nur die üblichen Hunde, Katzen und Kleinnager. Egal, ob Wildtier oder nicht - alle Vierbeiner in Not werden hier aufgenommen, lautet Loubés Credo. Und das kommt teuer. Auch bei dem derzeit laufenden Prozess zwischen Bank Austria und Wiener Tierschutzverein geht es um viel Geld. 1998 wurde das 50.000-Quadratmeter-Haus am Südrand Wiens aus Spendengeldern des Vereins erbaut, mit geräumigen Boxen und Fußbodenheizung. "Luxustierheim" nannten Kritiker das Vorzeigeprojekt, mit dem Loubé neue Tierschutzstandards setzen wollte. Der Bau kostete stolze 14,5 Millionen Euro. Eine Überschreitung der Kosten um etwa drei Millionen Euro, die der Financier, die Bank-Austria-Tochter Bal Helios und die Baufirma Wien Süd dem Tierschutzverein zuschieben wollen.

  Loubés Anwalt Hans Otto Schmidt geht davon aus, dass dem Tierschutzverein ein "sittenwidriger Bauvertrag"


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