Fairness bringt's

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

KOMMENTAR Die Verteilung der Einkommen wird immer ungleicher. Das schadet der Wirtschaft. 

Über Verteilungsgerechtigkeit lässt sich trefflich streiten. Der von hohen Dividenden profitierende Finanzinvestor sieht die Sache naturgemäß anders als die teilzeitbeschäftigte Alleinerzieherin. Einen allgemein anerkannten Maßstab für Gerechtigkeit gibt es nicht, das Thema unterliegt ganz besonders wirtschaftlichen Interessen und politischen Werturteilen. Dennoch dürften die meisten Menschen die aktuellen Einkommensunterschiede als zu hoch empfinden. Doch der Wunsch nach mehr Fairness scheint keine wirtschaftlichen und politischen Adressaten zu finden, denn die Diskrepanzen steigen weiter.

  Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts zeigt zwei klare langfristige Trends in der Verteilung: Der Anteil von Löhnen und Gehältern am Volkseinkommen sinkt seit 25 Jahren, und auch die Schere innerhalb der unselbstständig Beschäftigten öffnet sich immer mehr, besonders stark seit


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