WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

WAS WAR

Rüge für PR-Berater Johann Moser, der neue Präsident des Rechnungshofes, legte vergangenen Montag seinen ersten Tätigkeitsbericht vor. Der Rechnungshof stößt sich vor allem an den hohen Kosten, die die Regierung für Berater ausgegeben hatte. Externe Consulter, so Moser, "sollten nur dort eingesetzt werden, wo eine wesentliche Erhöhung der Qualität eines Projektes zu erwarten ist". Ansonsten sollten "vorrangig die eigenen Ressourcen genutzt werden". Nicht vorgelegt wurde der Endbericht in der Causa Grasser. Wie berichtet, übt ein Rohbericht des Rechnungshofes heftige Kritik an der Steuerfreiheit des ministeriellen Homepage-Vereins. Moser kündigte den Grasser-Bericht für das erste Halbjahr 2005 an.

WAS KOMMT

Ende des freien Uni-Zugangs Die Uni-Rektoren wollen sich künftig ihre Studenten selbst aussuchen. Zu Studienbeginn sollen zwar noch alle, die die Matura haben, auf die Hochschule gehen können, doch nach dem Bakkalaureat, also nach sechs Semestern, sollen nur besonders hochqualifizierte Studenten bis zum Magister büffeln dürfen. Die Uni-Chefs möchten den freien Universitätszugang aber auch ganz grundsätzlich diskutieren. "Der Gesetzgeber muss den Unis die Möglichkeit geben, sich die besten Studenten selbst auszusuchen", fordert etwa WU-Rektor Christoph Badelt.

WAS FEHLT

Frauen im Büro Drei von vier Frauen versuchen, nach der Babypause an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Doch nur jede Zweite schafft es, im Beruf tatsächlich wieder Fuß zu fassen. Während die Arbeitslosenzahlen bei Männern eher rückläufig sind, waren etwa vergangenen Oktober gleich 2,4 Prozent mehr Frauen ohne Job. Besonders stark ist der Anstieg bei 25- bis 49-Jährigen. Schuld daran ist neben der Familiensituation der Frauen auch die Arbeitsmarktlage und die Tatsache, dass Frauen immer noch stärker traditionelle Berufe aussuchen, sagt Eva Egger, Frauenreferentin des Arbeitsmarktservices.


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