No Chance für Change?


NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

Drogen Sinnvolle Strukturanpassung oder eiskaltes Einsparen von Therapieplätzen? Change, Wiens erste Drogenberatungsstelle, wird zugesperrt. 

Kind weg, Job weg, kein Geld und zu viel Drogen. Der Alltag im Change. "Ich wollt mir den Goldenen setzen", erzählt Andrea H. Der Richter wirkte entgegen: ",Therapie oder Gefängnis', hieß es, also bin ich zum Therapeuten - wenn auch unfreiwillig", erinnert sich die Dreißigjährige. Heute sind Kind, Job und Wohnung wieder da. Nur von den Drogen hat sie sich verabschiedet.

  "Dieser Frau sollen wir sagen, wir können sie nicht mehr betreuen?", zeigt man sich im Büro von Change schockiert. Im März 1970 als Wiens erste Drogeneinrichtung gegründet, soll die Beratungsstelle im Sommer zugesperrt werden. Und das, obwohl im Drogenbericht 2004 steigender Drogenkonsum diagnostiziert wird. Vergangenes Jahr wurden im Change rund 3000 Beratungen durchgeführt, 350 Menschen, darunter auch Angehörige, wurden betreut oder behandelt.

  Am Freitag wurde

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