PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

Die Presseschau war heuer wieder nicht annähernd so erfolgreich wie die Fernsehkolumne. Ja, man könnte sagen, die Presseschau steckt in einer veritablen Krise. Die Zeitungen stierln allen Unkenrufen zum Trotz ungenierter denn je im Privatleben der Politiker herum. Nachdem wir nun über Präsidenten, Minister und Zukunftshoffnungen alles wissen, was uns nie interessiert hat, erfuhren wir zuletzt sogar, welche Abgeordneten mit welchen Mitarbeitern umgehen. Und nicht einmal eine Bitte haben die Kollegen erhört: Noch immer wird über das Bootsunglück in Hinterbrühl geschrieben, obwohl die Seegrotte doch in der Hinterbrühl liegt. Da platzen nicht nur die Gefängnisse aus allen Nähten! Na gut, einen kleinen Erfolg kann sogar die Presseschau vorweisen: Der U-Express ist abgefahren, die Nachfolgezeitung Heute ist weitaus besser. So, und damit ist für heuer Schluss. Denn, erstens, habe ich entdeckt, dass mein Trafikant mittlerweile ein Mercedes-Cabrio fährt. Und, zweitens, merken Sie an meiner Wortwahl ja selbst, dass einem der übermäßige Konsum von österreichischen Zeitungen auf Dauer nicht gut tut.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige