Hey, hier kommt Alex!

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

FILM Mit dem Antikenspektakel "Alexander" hat Oliver Stone sein Herzensprojekt realisiert. Das Ergebnis ist wie ein Asienfeldzug: lang und verheerend. 

Die Zeit ist aus den Fugen. Der Herrscher der Welt ist ein noch unbeherrschter Bursch, seine Mutter scheint kaum älter zu sein als er. Sein Feldzug gerät endlos und zermürbend, bis die mazedonische Heimat so weit weg und so lange her ist, dass selbst eine ebenso jähe wie ausgiebige Rückblende zur Halbzeit des Films (nach 90 Minuten) keinen Halt mehr bietet. Kein Halten gibt es auch für Anthony Hopkins im Zentrum der Rahmenhandlung, vierzig Jahre danach: Jeder Zoll ein Märchenonkel, erzählt er All About Alex und versprüht Plattitüden über Welt, Macht und Größe mit solch rasender Eloquenz, dass seine Sekretäre beim Notieren kaum mitkommen.

  Alles kaum zu beschreiben, kaum zu begreifen. Wie schon "The Doors" oder "Natural Born Killers" vollzieht auch "Alexander", Oliver Stones langjähriges, nun als europäische Koproduktion


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