Die tollen Rittersleut

MAYA McKECHNEAY | Kultur | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

FILM Fliegende Körper versus schwere Gefechte: das hyperästhetische Kampfkunstepos "House of the Flying Daggers" von Zhang Yimou. 

Eine der schönsten Szenen von Ang Lees Martial-Arts-Opus "Crouching Tiger, Hidden Dragon" zeigt einen erfahrenen Meisterkrieger und eine junge Kriegerin federnd, fast fliegend, in den hellgrünen Spitzen eines Bambuswalds. Zu diesem Bild, das im Westen zu einer medialen Ikone für den Erfolg des asiatischen Kampfkunstkinos geworden ist, kehrt nun, vier Jahre später, der chinesische Regisseur Zhang Yimou zurück. Sein Liebespaar - ein junger Kämpfer (Takeshi Kaneshiro), der im Sold der Polizei steht, und eine Kämpferin (Ziyi Zhang), die dem umstürzlerischen Geheimbund "Fliegende Messer" angehört - stürmt Hand in Hand durch einen Bambuswald, was gar nicht so einfach ist, denn das Mädchen ist blind. Aus den biegsamen Wipfeln werden sie verfolgt von Soldaten, einem Spezialheer mit scheinbar übermenschlichen Kräften, das sich von Stamm zu Stamm schwingt

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