Guy X

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

LITERATUR Seine Schauspielkarriere verlief zäh, und so begann John Griesemer Romane zu schreiben, womit er nun umso erfolgreicher ist. 

Niemand denkt an Griesemer." John Griesemer hätte sein erstes Buch auch so anstatt "Niemand denkt an Grönland" betiteln können. Denn bis vor kurzem führte der nunmehrige Erfolgsautor eine beschauliche Existenz als mehr oder weniger abgemeldeter Schauspieler, dessen Agent äußerst selten anrief. "Ich war so oft arbeitslos", formulierte der 57-Jährige kürzlich dem Stern gegenüber, "dass ich Zeit hatte, einen Roman zu schreiben." Literatur einmal nicht als Therapie gegen irgendwelche schwer wiegenden Persönlichkeitskrisen, sondern schlicht als Mittel gegen Langeweile.

  Sein beschauliches Arbeitspensum - neben kleinen Theaterengagements alle zwei Jahre eine Nebenrolle als Polizist in US-Streifen wie "Days of Thunder" (1990) oder "Malcolm X" (1992) - behielt der Neoromancier bei. Sechs Lenze vergingen, ehe der Erstling "Niemand denkt an Grönland"


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige