Der letzte Silberprinz

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

ARCHITEKTUR In einer bemerkenswerten Ausstellung im Mak erinnert sich Peter Eisenman an seine Werke und Ideen, mit denen er den Funktionalismus der frühen Moderne auf die Spitze treiben und damit überwinden wollte. 

Zu Peter Eisenman fällt einem vor allem Peter Eisenman ein. So wie einem zu Le Corbusier zuerst Le Corbusier einfällt und erst danach die Villa Savoye oder die Regierungsstadt Chandigarh. Peter Eisenman ist ein prachtvoller Kerl. Fotogen selbstbewusst bis zum Sendungsbewusstsein. Das weiß auch Mak-Direktor Peter Noever (der ebenfalls einen Prachtkerl abgibt). Daher hat er auf die Plakate und Einladungen der Eisenman-Ausstellung im Mak den eindrucksvollen Dreiviertelkopf von Eisenman mit Noevers Mak im Hintergrund anbringen lassen und nicht etwa das fast ein Jahrzehnt lang heftig diskutierte und nun doch so gut wie fertige "Mahnmal für ermordete Juden Europas" in Berlin. Das Denkmal ist offensichtlich in Begriff, zu jenem signifikanten Bauwerk zu werden, das einem bald


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige