NÜCHTERN BETRACHTET

Quitten sind gar keine Tussen

Kultur | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

Nur wenige werden wissen, dass ich einmal einen Quittenwitz erfunden habe, der dann von Max Goldt auch veröffentlicht wurde. Ich gehe also davon aus, dass ich in diesem nicht gerade üppig blühenden Genre zwar nicht zu den heißesten Anwärtern auf den Quittenwitz-Lifetime-Award, aber doch zu jenen zähle, an die sich die interessierte Öffentlichkeit noch erinnert; sagen wir, ich bin so etwas wie der Peter Popangelov des Quittenwitzes. Unter diesen Umständen mag es erstaunen, dass ich erst vor wenigen Wochen - an der bulgarisch-rumänischen Grenze - in eine Quitte gebissen und mich von der Haltlosigkeit der erstaunlich weit verbreiteten Auffassung überzeugt habe, derzufolge diese Frucht für den rohen Verzehr schlechterdings ungeeignet sei. Die Quitte ist gewiss kein Schmeichler, sondern eine kreuzehrliche Frucht, verlässlich und loyal, was indes ignoriert wird, weil die meisten die auffällige Diskrepanz zwischen dem tollen Aussehen und dem spröden Wesen der Quitte oft fälschlicherweise

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