STADTRAND

Der Rest ist für Sie!

Stadtleben | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

Nach einem geschafften Jahr halten sie jetzt wieder die Hand auf: Mistkübler ziehen saubere Uniformen an, nennen sich auf eigens gedruckten Kärtchen "Mistbuam" und klingeln an der Wohnungstür. Fünf Euro und einen guten Rutsch, bitte schön, danke schön. Der Briefträger hat schon seine Glückwünsche ins Postkastl gelegt, weil er immer brav Pakete hinaufbringt (und nicht nur wie sein Vorgänger einen "Habe Sie nicht angetroffen"-Zettel hinterlässt) bekommt er zehn Euro hinterlegt - mit dem darf man sich's nicht verscherzen. Die Hausbesorger fliegen ein paar Wochen in die Türkei und haben bereits einen Umschlag mit zwanzig Euro erhalten (hoffentlich heißt "yeni yiliniz kutlu olsun" wirklich "ein gutes neues Jahr"). Und wenn die Kanalräumer heuer wieder kommen, bekommen sie natürlich auch was (sie nennen sich "Kanalratten", für den Gag gibt's zwei Euro). Gebühreneintreiber von der GIS kriegen nix, aber sogar den Sternsängern am Dreikönigstag wird aufgemacht (ein Zehner für den missionarischen Eifer). Das macht dann, Moment, genau 47 Euro, der Rest ist für Sie! Doch, doch: Im Trinkgeld geben sind wir Weltmeister. C. W.


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