WORST OF BEISL '04

10 bittere Tränen

Stadtleben | aus FALTER 52/04 vom 22.12.2004

Missverständnisse, Fehlinterpretationen, mangelnder Geschäftssinn oder Pech führten dazu, dass wir eine Menge schlimmer Lokale dazubekamen und ein paar sehr gute leider verloren.

Sternberg Nur weil es früher einmal ein schönes Gasthaus bei der Alten Donau war, muss man doch nicht ein 08/15-Bierlokal draus machen, oder?

Jin's Teahouse Asialokal in ehemaliger Bankfiliale mit Karaokekeller im Tresorraum. Da halfen nicht einmal die tollen Currys und der feine Wein - nur ein halbes Jahr.

Melandro Die Location könnte prominenter nicht sein, was einem hier geboten wird, ist aber geschmacksfreier Imbissstandard ohne Identität.

Café Panoptikum Retrodesign, Sechziger-Tapeten, orange Lampen sind schon eine feine Sache. Aber nur die halbe Miete - Essen und Getränke braucht ein Lokal auch.

Bamboo Man häufe rohes Zeug auf seinen Teller, trage es zum Wok-Meister, der dann alles mit Fertigsauce durchbrutzelt. Schauerliche Zukunftsvision.

Neuland Grinzing ist hart, schon klar. Aber so schlecht kochen und das Ganze dann als Wiederentdeckung der Alt-Wiener Klassiker verkaufen muss ja auch nicht sein.

Kulin An manchen Winkeln dieser Stadt muss man sich weniger anstrengen als an anderen. Der Spittelberg ist offenbar so ein Platz.

Yellow Teuerstes Design, dem die Küche nicht im Geringsten folgen kann. Lokal für Architekten, die nur ein Glas Wasser trinken wollen.

Prem Nicht alles ist eine gute Idee: Der Restaurant/Bar/Disco im ehemaligen Pelzgeschäft neben der Gruppe 80 fehlt sie.

Aromat Der größte Verlust des Jahres. Hat zwar wieder offen (neue Betreiber), der Urgroove ist aber leider dahin.


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