Durch Schaden klug?

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

AUSLAND Die Debatten um die Katastrophenhilfe könnten eine neue Chance für ein fast vergessenes Thema bilden: für die Entwicklungshilfe. 

Dass die US-Regierung anfangs jämmerliche 15 Millionen Dollar für die Opfer des Tsunami aufbringen wollte, daran will in Washington jetzt niemand mehr erinnert werden. Im Irak geben die USA vor dem Frühstück mehr aus, ätzte ein Senator. Neben Tony Blair und einem international weniger bekannten österreichischen Regierungsmitglied sah auch George W. Bush keinen Grund, seinen Urlaub zu unterbrechen. Selbst als in Washington die Dimensionen der Katastrophe zu dämmern begannen, die Spendenbeträge in die Höhe schnellten und der Präsident seinen Außenminister in die Region schickte, glaubte man ausgerechnet der UNO eins auswischen zu müssen: nicht die Weltorganisation sollte die Hilfslieferungen koordinieren, sondern eine ad hoc gebildete "Core Group", bestehend aus den USA, Japan, Indien und Australien, hieß es aus dem Weißen Haus.

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