Ein Hintergedankenjahr

Politik | ARMIN THURNHER | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

Österreich? Diese Woche: Armin Thurnher zur Eröffnung des "Gedankenjahres"

ESSAY Was uns Österreicherinnen und Österreicher im "Gedankenjahr" erwartet. Was wir uns selbst über uns für Gedanken machen sollten. Nachdenken über das Denken und das Gedenken im Jahr der Gedanken. 

Es ist Gedankenjahr. Es ist eröffnet. Darum kommt man nicht mehr herum. Geh danken, ja. Geht an Ken, dieses Jahr. Barbie ist in Brüsselland, Brüsselland ist abgebrannt. Geh tanken, ist frei. In Kärnten. Zumindest fast. Dank Muammar, Saddamland auch abgebrannt. Geht ankern, ja, in der großen Flut brauchen wir Fixpunkte und keine Haare in der Suppe, rufen uns regierungsfreundliche Kommentatoren zu, während wir uns an die Haare in der Suppe klammern, als müssten wir sonst ersaufen. Die große Flut, eben noch bloß der Titel eines Schlüsselromans von Hans Magenschab, ist nunmehr der Name jener Gedankenkatastrophe, die das Gedankenjahr bedroht. Zunehmend wurde aus dem Gedankenjahr ein Tsunamijahr.

  Wie immer


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