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Politik | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

Ein Rufmord Sein psychisch kranker Bruder wurde vor zwei Jahren von der Polizei erschossen, nachdem dieser einen Beamten mit einer Perrier-Flasche attackiert hatte. Seitdem kämpft Ismael Ilter, ein engagierter Kurde, vor Gericht um die Feststellung, dass der Schuss ein Notwehrexzess war (der Falter berichtete). Ismael Ilter ist der Polizei deshalb unangenehm. Zwei Tage vor Weihnachten nahmen Beamte ihn nun unter schweren Vorwürfen in Haft: Er stehe im Auftrag, einen Mord gegen jenen Polizisten in Auftrag gegeben zu haben, der seinen Bruder erschossen hatte, ein anonymer Informant des Innenministeriums habe dafür wertvolle Beweise geliefert. Ilter bestritt den Vorwurf vehement und vermutete eine Intrige. Auch zwei kritischen Beamten der Mordkommission kamen diese Vorwürfe seltsam vor. Sie begannen zu ermitteln und ersuchten das Innenministerium um Bekanntgabe der wahren Identität des Informanten. Doch das Ministerium weigert sich, den Namen des Zeugen bekannt zu geben. Immerhin gab


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