OHREN AUF! Worldjazzavantgarde

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

Musikalische Elemente aus fast aller Welt, konkret aus Westafrika, dem Senegal, Norwegen und Rumänien, dazu Einflüsse aus Miles Davis' früher elektrischer Phase und sogar aus dem Beatles-Klassiker "Eleanor Rigby": Das alles verarbeitet Lukas Ligeti in seinem Streichquartett "Moving Houses". Das Stück ist Teil jenes Porträtalbums "Mystery System" (Tzadik/Lotus), mit dem der vor allem als Perkussionist bekannte Sohn György Ligetis sein kompositorisches Werk in Beispielen aus 15 Jahren vorstellt.

Alle fünf Stücke sind im handwerklichen Sinne durchaus klassische Kompositionen, die sich aber doch weit vom europäischen Avantgarde-Mainstream absetzen. Nicht nur durch die zahlreichen globalen Anleihen, sondern vor allem dadurch, dass Lukas Ligeti stets rhythmische Aspekte ins Zentrum seiner Arbeit stellt.

Doch auch zur ähnlich orientierten amerikanischen Minimal Music hält der studierte Schlagzeuger und Komponist eine gewisse Distanz. Schon "Pattern Transformation" (1988), sein erstes

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige